
Systemisches Coaching · Mental Health Coaching · EMDR-Coaching in Weiterbildung (ab Okt. '26)
Wenn du weißt, was zu tun wäre – und trotzdem nicht beginnst
Du schiebst eine wichtige Aufgabe oder Entscheidung immer wieder vor dir her. Stattdessen erledigst du weniger Wichtiges, verlierst dich in Vorbereitungen oder findest trotz guter Vorsätze keinen Anfang.
Zurück bleiben häufig Anspannung, ein schlechtes Gewissen oder Selbstvorwürfe. Am nächsten Tag beginnt das Gleiche von vorn.
Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du damit nicht allein. Wiederkehrendes Aufschieben ist nicht automatisch ein Zeichen von Faulheit oder mangelnder Disziplin. Häufig erfüllt es kurzfristig eine entlastende Funktion – auch wenn der Druck langfristig wächst.
Im Coaching schauen wir gemeinsam darauf, was dich persönlich zurückhält. So können neue Handlungsmöglichkeiten und stimmige nächste Schritte entstehen.
Wenn Aufschieben zum belastenden Muster wird
Nicht jede verschobene Aufgabe ist Prokrastination. Manchmal ist es sinnvoll, Prioritäten neu zu setzen, eine Entscheidung reifen zu lassen oder ein Vorhaben bewusst zurückzustellen.
Belastend wird das Aufschieben vor allem dann, wenn wichtige Aufgaben oder Entscheidungen wiederholt vermieden werden, obwohl du die möglichen Folgen kennst.
Vielleicht kennst du eine oder mehrere dieser Situationen:
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Du beginnst wichtige Aufgaben erst unter starkem Zeitdruck.
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Du weichst auf Tätigkeiten aus, die produktiv wirken, aber am eigentlichen Thema vorbeigehen.
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Du grübelst über eine Aufgabe, ohne einen Anfang zu finden.
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Du möchtest etwas besonders gut machen und beginnst deshalb gar nicht erst.
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Du verschiebst Entscheidungen aus Sorge, die falsche Wahl zu treffen.
Was das Handeln in solchen Momenten erschwert, ist von außen oft nicht erkennbar – und den Betroffenen selbst nicht immer bewusst.
Warum es oft nicht nur um Zeitmanagement geht
Prokrastination kann mit dem Umgang mit unangenehmen Gefühlen zusammenhängen. Löst eine Aufgabe beispielsweise Unsicherheit, Überforderung, Versagensangst oder Leistungsdruck aus, verschafft das Ausweichen zunächst Erleichterung. Die Aufgabe bleibt jedoch bestehen – und mit ihr wächst häufig der Druck.
Auch unklare Ziele, hohe Ansprüche, Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, Erschöpfung oder innere Konflikte können eine Rolle spielen. Welche Faktoren entscheidend sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
To-do-Listen und Zeitmanagementtechniken können hilfreich sein, wenn es an Übersicht oder Struktur fehlt. Wenn du aber bereits weißt, wie du eine Aufgabe organisieren könntest, sie trotzdem wiederholt vermeidest, liegt die entscheidende Hürde möglicherweise an einer anderen Stelle.
Dann lautet die hilfreiche Frage nicht nur: „Wie schaffe ich es, endlich anzufangen?“ Ebenso wichtig kann sein: „Was macht es mir gerade so schwer?“
Ein weniger verurteilender Blick bedeutet dabei nicht, sich vor Verantwortung zu drücken. Er kann vielmehr die Voraussetzung dafür schaffen, das eigene Muster ehrlich zu verstehen und wieder handlungsfähig zu werden.
Quellen (Auswahl): Steel (2007) · Sirois & Pychyl (2013)
Zum Weiterlesen:
Warum schieben wir ausgerechnet die Dinge auf, die uns wichtig sind? Im Blogbeitrag „Ausgerechnet die wichtigen Dinge – warum wir sie immer wieder aufschieben“ schaue ich genauer auf die kurzfristige Entlastung hinter dem Aufschieben – und darauf, warum der Druck später häufig wächst.
Was Coaching verändern kann
Im Coaching betrachten wir nicht nur das sichtbare Aufschieben, sondern den Zusammenhang, in dem es entsteht. Dabei geht es nicht um eine allgemeingültige Methode, sondern um dein persönliches Erleben und deine konkrete Lebenssituation.
Das Coaching kann dich dabei unterstützen,
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wiederkehrende Muster und typische Auslöser zu erkennen,
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innere Konflikte und hinderliche Erwartungen sichtbar zu machen,
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eigene Ziele von äußeren Anforderungen zu unterscheiden,
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einen anderen Umgang mit Unsicherheit, Fehlern oder hohen Ansprüchen zu entwickeln,
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realistische nächste Schritte zu finden und vorhandene Ressourcen zu nutzen.
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Das Ziel ist nicht, künftig jede Aufgabe sofort und mühelos zu erledigen. Vielmehr geht es darum, wieder bewusster entscheiden und handeln zu können – anstatt dich von Vermeidung, Druck oder Selbstvorwürfen bestimmen zu lassen.
Ich begleite dich in einem geschützten, vertraulichen und wertfreien Rahmen. Wir arbeiten auf Augenhöhe und orientieren uns an deinem Anliegen, deinem Tempo und deiner Lebensrealität. Du musst zu Beginn noch nicht wissen, warum du bestimmte Dinge aufschiebst.
Das Coaching findet persönlich in Dresden oder ortsunabhängig online statt.
Für wen ist das Coaching geeignet?
Das Coaching kann für dich passend sein, wenn du beispielsweise
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berufliche oder private Vorhaben nicht länger aufschieben möchtest,
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vor einer Entscheidung stehst und gedanklich nicht weiterkommst,
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deinen Umgang mit hohen Ansprüchen oder Leistungsdruck verändern willst,
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die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln besser verstehen möchtest,
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wieder mehr Vertrauen in deine eigene Handlungsfähigkeit entwickeln willst.
Ausgangspunkt ist nicht eine fertige Lösung, sondern das, was dich aktuell beschäftigt.
Häufige Fragen zu Prokrastination
Weitere Fragen zu Ablauf, Rahmen und Erstgespräch findest du in meinen allgemeinen FAQ zum Coaching.
